Meine Chieftain Darkhorse und ich - Erfahrungsbericht

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    • Meine Chieftain Darkhorse und ich - Erfahrungsbericht

      Genau ein Jahr ist es nun her, dass ich mich in dich verliebt und vom Fleck weg „geheiratet“ habe. Dein schwarzmatter Körper und die schnörkellose Kontur hat meinen Blick eingefangen und mein Herz erobert. Kopf sagte nein, deine Intruder 1500 ist doch auch so schön und nach vielen Modifikationen auch jetzt genau richtig. Und der Preis erstmal, dafür kann man sich schon ein Mittelklassewagen kaufen. Versicherung und Steuer werden auch teurer, lass das mal lieber. Aber wo die Liebe hinfällt, da gibt es keine Vernunft und ich bin gerne unvernünftig.

      Ich bin schon viele Motorräder gefahren, besonders auf meinen Motorradtouren in Amerika und Australien, aber es waren immer Harley Davidson. Die erste war eine Road King, dass war nach meiner damaligen Intruder 800 schon ein Brocken, aber wie bei allen Motorrädern gilt, wenn sie rollen, dann rollen sie. Die Heritage Softail fand ich mega gemütlich und die Sportster mega ungemütlich. Irgendwann landete ich auf der Street Glide und habe seit dem immer diese ausgewählt. Sie fährt sich leicht, ist als Cruiser und Tourer gleichermaßen unterwegs und nimmt die Kurven wie meine Yamaha 1100 aus den Anfängen meiner Motorradkarriere.

      Die Chieftain die sich auf dem ersten Blick der Street Glide ähnelt hat aber bis auf den cooleren Namen „Indian“ noch weitere gute Unterschiede. Einmal der Fahrmodi, man kann aus drei auswählen Tour, Standart und Sport, damit kann man cruise, touren und auch recht sportlich unterwegs sein. Aber Achtung, bei Sport leert sich der Tank recht schnell und die 5,7l auf 100km werden fix überschritten. Für mich auch ganz entscheidend und praktisch, der Leerlauf geht sofort butterweich rein, meine Kupplungshand ist dankbar dafür. Bei Harley ist es oft ein Krampf und im Stau möchte man damit nicht stehen. Auch eine super Sache ist die ECU, bei einer Umgebungstemperatur von 59 Grad und Betriebstemperatur schaltet der hintere Zylinder ab und ich habe nicht mehr das Gefühl an der Ampel mein Oberschenkel steht in Flammen. Bei Harley gibt es das auch aber da spielt nur die Betriebstemperatur des Motors eine Rolle und bis die Abschaltung erfolgt, hat man schon Brandblasen am Bein.
      Bei schlechterem Wetter oder Autobahn finde ich es angenehm, das elektrische Windshield hochfahren zu können.
      Auch wenn ich mit der Street Glide schon gern kurvige Strecken gefahren bin, merke ich tatsächlich bei der Chieftain eine noch leichtere Handhabung durch einen minimal engeren Wendekreis.

      Was ich auf den langen graden Straßen Amerikas zu schätzen gelernt habe, ist Mucke an Bord. Ohne wird man dösig und da ich nicht sehr musikalisch bin reichte mein „lalala“ unterm Helm nicht, um mich wach zu halten. Auch die Chieftain punktet mit ein gutes Entertainment Display mit allem Schnick Schnack und gutem Sound.
      Für uns Ladys nicht ganz unwichtig, der Stauraum in den Koffern ist großzügig und es passt etwas mehr rein als bei der Harley, die man auch im Gegensatz zur Chieftain, immer mit den Schlüssel öffnen und verschließen muss. Bei der Chieftain ist eine Zentralverrieglung eingebaut.

      Nun kommen wir zum Gewicht, die fast 400kg sind natürlich für Frau aber auch Mann eine Herausforderung beim Rangieren. Am Anfang als meine Dark Horse noch brandneu war, schob sie sich schon etwas schwer aber nach dem sie nun knapp 8000km hinter sich hat rollt sie schön leicht und ich habe keine Schwierigkeiten sie zu bewegen. Wie gesagt, wenn sie rollen, dann rollen sie. Sicher kann ich und auch viele Männer, die nicht mehr halten wenn sie erstmal kippt und über den Punkt drüber ist, aber dafür gibt es ja die Sturzbügel und zum Abstellen such ich mir schon immer einen geeigneten Untergrund.

      Was mich etwas geärgert hat bei dem Preis ist, dass der Scheinwerfer nicht heller ist als ein Teelicht, möchte man was sehen darf man sich gern für über 500 Euro einen Besseren kaufen. Dann alles in Mattschwarz und mit dunklen Blinkern hinten und vorne die orangenen Schalen, was absolut nicht passt. Also auch da noch etwas investiert und Dunkle angebaut. Ich bevorzuge ein Bremspedal, was leider nicht dran war. Den Miniknubbel muss man beim Bremsen erst mal finden, genauso auch beim Schalthebel. Also Bremspedal dazu gekauft und den längeren Schalthebel. Man hätte auch eine Schaltwippe nehmen können aber damit bin ich noch nie klargekommen. Ein absolutes Muss für mich - einen neuen Indianerkopf mit Beleuchtung den ich dann auch noch eine Häuptlingsschmuck aufsetze - etwas Auffälliges wollte ich dann doch haben.
      Ach ja und das ABS - cool, meine Trude hatte das ja nicht und ich war doch erstaunt wieviel sicherer es damit ist, hab schon so manche Vollbremsung hingelegt, was die Trude mit einem kecken Arschwackeln ausglich, die Chieftain bleibt da ganz Souverän in der Spur.den Untergrung mag ich nicht.jpgkurven gehen gut.jpg
      Das Leben ist zu kurz für irgendwann!
    • Darkhorse-Squaw schrieb:

      Genau ein Jahr ist es nun her, dass ich mich in dich verliebt und vom Fleck weg „geheiratet“ habe. Dein schwarzmatter Körper und die schnörkellose Kontur hat meinen Blick eingefangen und mein Herz erobert. Kopf sagte nein, deine Intruder 1500 ist doch auch so schön und nach vielen Modifikationen auch jetzt genau richtig. Und der Preis erstmal, dafür kann man sich schon ein Mittelklassewagen kaufen. Versicherung und Steuer werden auch teurer, lass das mal lieber. Aber wo die Liebe hinfällt, da gibt es keine Vernunft und ich bin gerne unvernünftig.

      Ich bin schon viele Motorräder gefahren, besonders auf meinen Motorradtouren in Amerika und Australien, aber es waren immer Harley Davidson. Die erste war eine Road King, dass war nach meiner damaligen Intruder 800 schon ein Brocken, aber wie bei allen Motorrädern gilt, wenn sie rollen, dann rollen sie. Die Heritage Softail fand ich mega gemütlich und die Sportster mega ungemütlich. Irgendwann landete ich auf der Street Glide und habe seit dem immer diese ausgewählt. Sie fährt sich leicht, ist als Cruiser und Tourer gleichermaßen unterwegs und nimmt die Kurven wie meine Yamaha 1100 aus den Anfängen meiner Motorradkarriere.

      Die Chieftain die sich auf dem ersten Blick der Street Glide ähnelt hat aber bis auf den cooleren Namen „Indian“ noch weitere gute Unterschiede. Einmal der Fahrmodi, man kann aus drei auswählen Tour, Standart und Sport, damit kann man cruise, touren und auch recht sportlich unterwegs sein. Aber Achtung, bei Sport leert sich der Tank recht schnell und die 5,7l auf 100km werden fix überschritten. Für mich auch ganz entscheidend und praktisch, der Leerlauf geht sofort butterweich rein, meine Kupplungshand ist dankbar dafür. Bei Harley ist es oft ein Krampf und im Stau möchte man damit nicht stehen. Auch eine super Sache ist die ECU, bei einer Umgebungstemperatur von 59 Grad und Betriebstemperatur schaltet der hintere Zylinder ab und ich habe nicht mehr das Gefühl an der Ampel mein Oberschenkel steht in Flammen. Bei Harley gibt es das auch aber da spielt nur die Betriebstemperatur des Motors eine Rolle und bis die Abschaltung erfolgt, hat man schon Brandblasen am Bein.
      Bei schlechterem Wetter oder Autobahn finde ich es angenehm, das elektrische Windshield hochfahren zu können.
      Auch wenn ich mit der Street Glide schon gern kurvige Strecken gefahren bin, merke ich tatsächlich bei der Chieftain eine noch leichtere Handhabung durch einen minimal engeren Wendekreis.

      Was ich auf den langen graden Straßen Amerikas zu schätzen gelernt habe, ist Mucke an Bord. Ohne wird man dösig und da ich nicht sehr musikalisch bin reichte mein „lalala“ unterm Helm nicht, um mich wach zu halten. Auch die Chieftain punktet mit ein gutes Entertainment Display mit allem Schnick Schnack und gutem Sound.
      Für uns Ladys nicht ganz unwichtig, der Stauraum in den Koffern ist großzügig und es passt etwas mehr rein als bei der Harley, die man auch im Gegensatz zur Chieftain, immer mit den Schlüssel öffnen und verschließen muss. Bei der Chieftain ist eine Zentralverrieglung eingebaut.

      Nun kommen wir zum Gewicht, die fast 400kg sind natürlich für Frau aber auch Mann eine Herausforderung beim Rangieren. Am Anfang als meine Dark Horse noch brandneu war, schob sie sich schon etwas schwer aber nach dem sie nun knapp 8000km hinter sich hat rollt sie schön leicht und ich habe keine Schwierigkeiten sie zu bewegen. Wie gesagt, wenn sie rollen, dann rollen sie. Sicher kann ich und auch viele Männer, die nicht mehr halten wenn sie erstmal kippt und über den Punkt drüber ist, aber dafür gibt es ja die Sturzbügel und zum Abstellen such ich mir schon immer einen geeigneten Untergrund.

      Was mich etwas geärgert hat bei dem Preis ist, dass der Scheinwerfer nicht heller ist als ein Teelicht, möchte man was sehen darf man sich gern für über 500 Euro einen Besseren kaufen. Dann alles in Mattschwarz und mit dunklen Blinkern hinten und vorne die orangenen Schalen, was absolut nicht passt. Also auch da noch etwas investiert und Dunkle angebaut. Ich bevorzuge ein Bremspedal, was leider nicht dran war. Den Miniknubbel muss man beim Bremsen erst mal finden, genauso auch beim Schalthebel. Also Bremspedal dazu gekauft und den längeren Schalthebel. Man hätte auch eine Schaltwippe nehmen können aber damit bin ich noch nie klargekommen. Ein absolutes Muss für mich - einen neuen Indianerkopf mit Beleuchtung den ich dann auch noch eine Häuptlingsschmuck aufsetze - etwas Auffälliges wollte ich dann doch haben.
      Ach ja und das ABS - cool, meine Trude hatte das ja nicht und ich war doch erstaunt wieviel sicherer es damit ist, hab schon so manche Vollbremsung hingelegt, was die Trude mit einem kecken Arschwackeln ausglich, die Chieftain bleibt da ganz Souverän in der Spur.den Untergrung mag ich nicht.jpgkurven gehen gut.jpg
      Sehr schöner Bericht nach einem Jahr. Hättes du irgendwelche. Technische Probleme.? Was ist mit deinem Licht. Meine Chieftain hat recht gutes Licht kann ich nicht meckern. Willst du noch umrüsten auf LD?.
      Ich bin bis jetzt mit meiner noch voll zufrieden. :thumbup:
      Viel spass noch und gruss Piet
      Dateien
    • Hi Piet111 - tatsächlich hat sie es nicht so gern, wenn sie feucht wird, dann stimmt was mit den Sensoren nicht - Anzeige Luftdruck, mehr als utopisch, sogar Motorkontrollleuchte und Spannungsanzeige. Aber das passiert, wenn zu viel Technik dabei ist. Bin vorsichtig weitergefahren und als sie dann Betriebstemperatur hatte war alles wieder gut. Vor dem Rückruf wegen der Schaltung war alles gut, nach dem Rückruf war erster und sechster Gang in der Anzeige vertauscht, also nochmal hin - dann war es richtig. Du hast ja schon vernünftig Licht vorne dran, die Darkhorse eben nicht. Ich habe einfach eine LEDBirne erstmal vorne reingeschraubt - funzt auch. Ein LED-Scheinwerfer ist finanziell nicht mehr drin. Hier auf dem Bild sieht man ganz gut das doofe Teelicht.



      drin.Teelicht_und_doofe_Blinker.jpg
      Das Leben ist zu kurz für irgendwann!
    • Toller Bericht!
      Das mit dem Scheinwerfer kann ich bestätigen. Ist bei der 14 CT auch nicht das gelbe vom Ei. Deshalb fahre ich immer mit eingeschalteten Zusatzscheinwerfern! Habe mir aber dieses Jahr einen LED Scheinwerfer mit Kurvenlicht gegönnt und möchte ihn nicht mehr missen.


      PS.: meine VS800 habe ich immer noch. Macht auch immer Spaß damit rumzufahren!
      Gruß Oliver

      Indian Chieftain / 2014 / Thunderblack & Chrom / J&H / Stage 1 / Chromabdeckungen am Motor / keine 91 Fransen mehr / einen Chrompfeil / Floorboard Lowering Kit / Lower Fairing / Griffheizung / Sitz für grosse Fahrer mit Sitzheizung

      --- Part of Vierzehn Heilige ---

      Akzeptiere, daß du dich nach dem Wetter zu richten hast.
      Es ist älter – überlasse ihm höflich den Vortritt!

      Fahre nie schneller, als dein Schutzengel fliegen kann :saint:
    • Hi Anke, das ist mal ein Bericht mit Herz. Ich glaube Du bist goldrichtig hier bei uns gelandet.
      Wenn Du beim LED Scheinwerfer nicht auf den völlig überteuerten Pathfinder wert legst, kann ich Dir den einen oder anderen Tip geben, wo Du einen Ersatz günstiger kaufen kannst. Wenn Du einmal einen solchen Scheinwerfer ausprobieren möchtest kann ich Dir auch gerne mal einen zum Testen ausleihen. Wohnst ja nicht ganz soweit von mir entfernt.

      LG Frank
      Biker werden nicht „grau“ - Das ist „CHROM“ :D

      aktuell im Fuhrpark:
      —- 2020 Indian Scout Bobber Sixty
      —- 2009 Kawasaki VN 900 Classic
      —- 2004 Honda Fireblade SC57
    • Darkhorse-Squaw schrieb:

      Hi Piet111 - tatsächlich hat sie es nicht so gern, wenn sie feucht wird, dann stimmt was mit den Sensoren nicht - Anzeige Luftdruck, mehr als utopisch, sogar Motorkontrollleuchte und Spannungsanzeige. Aber das passiert, wenn zu viel Technik dabei ist. Bin vorsichtig weitergefahren und als sie dann Betriebstemperatur hatte war alles wieder gut. Vor dem Rückruf wegen der Schaltung war alles gut, nach dem Rückruf war erster und sechster Gang in der Anzeige vertauscht, also nochmal hin - dann war es richtig. Du hast ja schon vernünftig Licht vorne dran, die Darkhorse eben nicht. Ich habe einfach eine LEDBirne erstmal vorne reingeschraubt - funzt auch. Ein LED-Scheinwerfer ist finanziell nicht mehr drin. Hier auf dem Bild sieht man ganz gut das doofe Teelicht.



      drin.Teelicht_und_doofe_Blinker.jpg
      Oh ja das Licht ist ja nee schwache Taschenlampe :thumbsup: . Das ist meins echt hell gegen. :thumbup: