Beiträge von Fat Man

    Moin.

    Ich habe nach dem originalen Dunlop direkt auf den Metzeler Cruisetec gewechselt. Der Grund war ausschliesslich die bessere Nasshaftung und ich habe da auch keinerlei Probleme. Ganz im Gegenteil vermittelt mir der Reifen da viel Vertrauen.

    Ich war vor 3 Wochen eine Woche lang in Südfrankreich unterwegs. Da war wettermässig alles dabei. Von Sonnenschein und 35 Grad bis 8 Grad im leichten Regen bis "it's raining cats and dogs". Hat der Reifen alles gut gemeistert.

    Ich weiss von mindestens einem weiteren Harleyfahrer auf Cruisetec der bei der Tour dabei war und von der Seite gab es auch keine Klagen.

    Gruss Michael

    Moin.

    Bei mir waren es folgende Gründe:

    - Ich habe mich beim Indian Händler einfach wohler gefühlt als bei den Harley Kollegen.

    - Das Motorrad gefiel mir optisch besser (der Motor :smiling_face_with_heart_eyes: , kann mich heute noch kaum satt sehen an dem Aggregat) ausserdem war die Indian im Serienzustand näher an dem was ich wollte, also weniger Kosten für Umbauten.

    - Seinerzeit (2018) hatte Harley technische Probleme bei ihren Tourern und wenn man dem Milwaukee-Forum glauben schenken darf hat sich der Importeur da nicht mit Ruhm bekleckert. Jedenfalls hatte ich keine Lust es auszuprobieren für 28 t€.

    - Und ich bin schon immer gerne abseits der grossen Masse geschwommen.

    Gruss Michael

    Challenger ist das Modell welches wohl am ehesten deinem Anspruch entspricht.

    Ich selbst bin 1,92m gross bei 130kg und die Springfield sieht unter mir auch wie ein Kindermotorrad aus. Ausserdem wird bei den den TS Cruisern dann schnell der Wunsch nach einer besseren Sitzposition aufkommen da die Beinhaltung schon etwas verkrampft ist.

    Die Challenger/Pursuit wirkt geräumiger.

    Moin.

    Mit der QUALITÄT meiner Indian bin ich sehr zufrieden. In knapp 5 Jahren hatte ich kein einziges Problem mit dem Motorrad. Es gab 2 Rückrufaktionen aber ich hatte mit den betroffenen Teilen keinerlei Probleme. Einmal im Jahr zum Service und im Winter lade ich etwa 3 mal die Batterie, das war es. Sonst fahre ich nur.

    Der KUNDENSERVICE, naja ginge besser. Die Challenger interessiert mich seitdem sie angekündigt wurde, gefahren bin ich sie bis heute nicht. Kann natürlich auch an der Corona-Krise gelegen haben und der Nicht-Verfügbarkeit der Motorräder.

    Auslieferungsdatum wurde um 2 Monate gerissen, fand der Händler keine Erwähnung wert. Servicepreise sehr teuer, aber das hat sich jetzt mit einem neuen Händler normalisiert, denke ich jedenfalls. Händlernetz ist immer noch mager. Ich glaube auch nicht dass sich das bald ändert bei den Stückzahlen die Indian verkauft.

    ZUBEHÖR empfinde ich als den grössten Nachteil wenn man eine Indian fährt. Das meiste bietet Indian direkt an zu Preisen die nicht mehr lustig oder zu rechtfertigen sind. Ansonsten auf Indian-Only schauen und danach wird es schon sehr dünn. Ausser du hast Kontakte in die USA, da gibt es mehr.

    Das Motorrad ist gut, das Drumherum sehr abhängig vom Händler. Und da es davon nicht sehr viele gibt ist etwas Leidensfähigkeit nicht schlecht.

    Gruss

    Das stimmt schon. Ist wohl eine persönliche Glaubensfrage.
    Wobei es halt nur von den Versicherungen problematisch gemacht wird, denn das Gesetz sagt (leider) eben nur, "ein geigneter Helm", aber eben niemand hat definiert, was geeignet ist. Klar, kein Fahrradhelm oder Bauhelm oder auch ein alter Stahlhelm, aber ein Helm nach ECE Norm ODER aber nach DOT Norm halte ich (und sollte auch jeder Rechtsanwalt, Versicherer, Richter) für geignet sein.

    BTW :
    Mein neuer Helm ist sowohl nach ECE, als auch nach DOT geprüft !
    https://www.motoin.de/Helme/Jet-Helm…elm::45373.html

    Wobei ich auch noch andere Helme mit und ohne Normen habe . . .


    Cu,
    Sven


    Interessant. Ich wusste gar nicht dass unser Gesetzgeber hier eine Grauzone gelassen hat. Ich dachte bisher ohne ECE-Norm keine Zulassung zum deutschen Strassenverkehr.

    Ich sehe das genauso wie du auch, bleibt die Frage wie das dann entschieden wird. Denn machen wir uns nix vor, wenn DARUM gestritten wird führen mit grosser Wahrscheinlichkeit unsere Angehörigen den Rechtsstreit.

    Gruss Michael

    PS: schöner Helm!

    Moin Sven.

    Keine Ahnung. Ich glaube da streiten sich die Experten auch darüber, bzw es gibt kein besser oder schlechter sondern nur anders.
    Ich persönlich habe keine Bedenken einen US-Helm zu fahren. Ich würde nur in D wegen der Versicherungsproblematik eine ECE-Helm empfehlen.

    Gruss Michael

    Moin.

    Ich möchte nochmal etwas ausführlicher schreiben.

    Wenn man nicht gerade zu der Fraktion gehört die einen Helm nur trägt damit einen die Rennleitung nicht aus dem Verkehr zieht, dann ist das Wichtigste bei einem Helm die Schutzwirkung. Nur das kannst du als Endverbraucher nicht kontrollieren und musst hier wohl dem Gesetzgeber vertrauen, also einen ECE geprüften Helm nehmen.

    Ob aus Fiberglas/Kevlar oder Polycarbonat (Thermoplast) ist erstmal egal. Aus beiden Materialen lassen sich gute Helme herstellen und beide Helme erfüllen ja auch die Prüfnorm.

    In der Regel finden sich im hochpreisigen Segment eher Fiberglashelme und im günstigen eher Polycarbonathelme. Das hat m.M.n. mit der Haltbarkeit der Materialen zu tun. Ein Polycarbonathelm soll nach 3 Jahren ausgetauscht werden, wohl gemerkt ab Herstellung (wenn es hier einen Durchbruch der Chemie gab und die Angabe ist überholt bitte berichtigt mich). Deswegen hat auch jeder Helm irgendwo das Herstellungsdatum vermerkt. Und beim Polycarbonathelm ist dieses nach meinem Wissen in die Helmschale gestanzt oder eingespritzt (ein kleiner Kreis wie eine TüV-Plakette).
    Eine Fiberglasschale hält etwa 10 Jahre, obwohl mir die letzte Verkäuferin empfahl den Helm nach 8 Jahren zu tauschen da dann die Innenschale verhärtet und nicht mehr gut dämpft.

    Jetzt besteht der Helm ja nicht nur aus der Aussenschale, kommt ja noch das Innenleben dazu, Innenfutter, Belüftung, Visiermechanik usw. und es macht nicht allzu viel Sinn Geld und Aufwand in einen Helm zu stecken der nach 3 Jahren in den Müll soll.

    Ich empfehle dir auch einen Helm aus Fiberglas zu nehmen. Wenn ich mich mal an einen Helm gewöhnt habe will ich den nicht nach 3 Jahren aussortieren.

    Beim Helmkauf gibt es genau ein Kriterium das alles andere überstrahlt, alles andere zweitrangig macht...PASSFORM.

    Der Helm muss gut sitzen ohne zu drücken. Wenn die Passform nicht stimmt und er drückt irgendwo wirst du verrückt, kaufst du den Helm zu gross und er schlackert auf dem Kopf dann läufst du Gefahr dass der Helm bei einem Unfall vom Kopf geschleudert wird...kann sich jeder selbst ausmalen wie das dann ausgeht.

    Und beim Kauf nicht anziehen und nach 30 Sekunden wieder runter, du musst den Helm schon mal 10-15 Minuten auf dem Kopf behalten. Und optimal ist es in der Tat wenn du ihn mal zur Probe fahren kannst. Glücklicherweise gibt es da ja gute Möglichkeiten.
    Bei manchen Herstellern kann man auch Anpassungen über die Innenpolsterung vornehmen, da kommt es wohl auf die Qualität des Händlers an.
    Hast du Einen gefunden kann man ja mal bei der Marke schauen nach anderen Modellen.

    Jetzt kann man sich mal um die anderen Kriterien kümmern. Wie gesagt alles zweitrangig.

    Geräuschpegel: Hatt ich ja schon geschrieben ist für mich völlig bedeutungslos, Ohrstöpsel rein und das Problem ist gelöst.
    Gewicht: Sehe ich auch als vernachlässigbar an. Ich denke die Spanne bei einem Integralhelm ist so 400 Gramm von sehr leicht zu sehr schwer.
    Gesichtsfeld: Ist interessant und auch sehr vom Motorradtyp abhängig. Lässt sich aber auf einer Probefahrt gut ausprobieren.
    Verschluss: Jeder wie er mag. Ich mag Doppel-D...meiner Meinung nach die optimale Lösung.
    Belüftung: Schön zu haben, wirklich wichtig ist nur dass das Visier beim Integralhelm beschalgfrei bleibt. Allerdings ist das schwer zu erreichen, auch bei teueren Helmen. Aber es gibt Möglichkeiten da nachzubessern (Pinlock-Visier, Maske vor die Nase, Visier mit Spülmittel bearbeiten fällt mir da so adhog ein)
    Waschbares Innenfutter: feine Sache denn wenn du nicht bei jeder fahrt eine Sturmhaube trägst dann fängt der Helm an zu stinken und zwar weit vor den 10 Jahren.

    Viel Geschreibe ich weiss, sorry dass das jetzt so lang wurde.

    Meine Empfehlung an dich Langhals. Die empfohlenen Marken sind "nice to know", kannst du auch ausprobieren aber helfen tut dir das erstmal nix. Ich trage zur Zeit Arai und zwar als Jet- und Integralhelm. Aber wenn du dich darin nicht wohl fühlst würde ich dir den nicht empfehlen obwohl für mich der beste Helm.
    Noch ein Beispiel...Shark. Ich wollte mal einen kaufen aber das war der Versuch einen eckigen Kopf in einen Eierbecher zu kriegen. Für mich untragbar aber das sagt nix aus ob der Helm gut ist oder nicht.

    Im Endeffekt hängt viel von der Qualität des Verkäufers ab. Also ruhig mal durch mehrere Geschäfte ziehen.

    In diesem Sinne viel Glück und Spass beim Helmkauf.

    Noch ein Nachtrag. Schreib doch mal wo du wohnst vielleicht kann ja jemand hier eine Händlerempfehlung für die Region aussprechen.

    Gruss Michael

    Ja, kannst du beide bedenkenlos nehmen.

    Vorteile Fiberglas:
    -hält länger, sollte nach ca. 10 Jahren getauscht werden (Thermoplast etwa alle 3 Jahre)
    - kann lackiert werden

    Vorteile Thermoplast:
    -günstiger in der Herstellung
    -leichter (Ausnahmen bestätigen die Regel)

    Einen guten Schutz erreichst du mit beiden Materialen. In der Regel sind teuere und gut ausgestattete Helme aus Fiberglas.

    Meine Meinung zu dem Thema. Nimm den der dir am besten passt. Der Helm muss richtig sitzen sonst schützt der teuerste Helm nicht. Wenn er anfängt zu drücken und dir der Schädel brummt wirst du erstens verrückt und zweitens verlierst du die Konzentration.
    Lautstärke ist für mich gar kein Kaufkriterium. Ist er zu laut trage ich Gehörschutz. Diese gibt es in unzähligen Materialen, Formen und Dämpfungswerten. Ich behaupte da findet jeder was passendes.
    Wenn es ein Integralhelm sein soll sehe ich als zweites Kriterium noch die Belüftung an. Und zwar die Visierbelüftung bei Regen damit es kein Blindflug wird. Aber auch da gibt es Möglichkeiten etwas zu verbessern.

    Gruß.